Sicherheitshinweis zur Klemm- und Quetschgefahr bei Faltmechanismen
1. Anwendungsbereich
Dieser Hinweis gilt für Möbel mit klappbaren, schwenkbaren, ausziehbaren oder federunterstützten Bauteilen. Bewegliche Rahmen, Gelenke, Scharniere, Stützen, Verriegelungen und Führungsschienen können beim Öffnen oder Schließen enge Zwischenräume bilden. Hände, Finger, Haare, Kleidung oder andere Körperteile können dort eingeklemmt oder gequetscht werden.
Die genaue Bedienung richtet sich nach der Kennzeichnung und der mit dem jeweiligen Möbel gelieferten Anleitung. Dieser allgemeine Hinweis ersetzt keine produktspezifische Aufbau- oder Bedienungsinformation. Ist die Bewegungsrichtung, Verriegelung oder vorgesehene Griffstelle nicht eindeutig, darf der Mechanismus bis zur Klärung nicht betätigt werden.
2. Typische Gefahrenstellen
Klemmstellen befinden sich nicht nur am sichtbaren Hauptgelenk. Vor jeder Bewegung sind insbesondere folgende Bereiche freizuhalten:
Spalten zwischen beweglichem und festem Rahmen;
Scharniere, Bolzen, Gelenke und Federaufnahmen;
Führungsschienen und überlappende Metallprofile;
Kontaktbereiche von Stützbeinen und Boden;
Rastnasen, Haken und Verriegelungsplatten;
Bereiche unter einer absenkenden oder aufklappenden Liegefläche;
Zwischenräume zwischen Möbel, Wand und benachbarten Gegenständen;
Kanten einer Matratze oder Auflage, die in den Mechanismus rutschen können.
Auch ein zunächst breiter Spalt kann sich während der Bewegung schnell schließen. Es genügt daher nicht, nur den Endzustand zu betrachten. Der gesamte Bewegungsweg muss sichtbar und frei sein.
3. Prüfung vor der ersten Benutzung
Nach dem Aufbau sind Artikelzuordnung, Vollständigkeit und Befestigung aller sicherheitsrelevanten Teile zu prüfen. Schrauben, Bolzen, Sicherungsclips, Stützfüße und Verriegelungen müssen entsprechend der Anleitung eingesetzt und angezogen sein. Übrig gebliebene oder fehlende Teile sind vor der Nutzung zu klären.
Der Mechanismus wird zunächst ohne Belastung und langsam über den vorgesehenen Bewegungsweg geführt. Dabei ist zu prüfen, ob beide Seiten gleichmäßig laufen, Stützen vollständig ausklappen und die Endposition eindeutig einrastet. Schleifen, Verkanten, einseitiger Widerstand, ungewöhnliches Knacken oder selbstständige Bewegung sind Warnzeichen.
Transportbeschädigte, verbogene, gerissene oder unvollständige Bauteile dürfen nicht gerichtet, überbrückt oder provisorisch fixiert werden. Das Möbel bleibt bis zur Prüfung außer Betrieb. Fotos von Gesamtansicht, betroffener Stelle, Befestigung und Kennzeichnung erleichtern die Zuordnung.
4. Sichere Vorbereitung
Vor jedem Öffnen oder Schließen müssen Personen, Haustiere, Kabel, Textilien und lose Gegenstände aus dem Bewegungsbereich entfernt werden. Kinder dürfen sich nicht auf, unter oder neben dem Möbel befinden. Eine zweite Person, die beim Bewegen hilft, muss die geplante Richtung kennen und darf nicht gleichzeitig in eine verdeckte Gelenkzone greifen.
Der Boden muss eben, trocken und frei von Stolperstellen sein. Rollen oder bewegliche Untergestelle werden, sofern vorgesehen, festgestellt. Das Möbel darf nicht gleichzeitig verschoben und gefaltet werden. Bettzeug, Kissen und lose Auflagen sind so zu entfernen oder zu sichern, dass sie keine Verriegelung verdecken und nicht in Schienen geraten.
Ausreichende Beleuchtung ist erforderlich. Der Mechanismus darf nicht im Dunkeln, in Eile oder aus einer Position bedient werden, in der Gelenke und Endlage nicht kontrolliert werden können.
5. Richtiges Öffnen
Das Möbel wird nur an den vorgesehenen Griff- oder Rahmenbereichen geführt. Finger bleiben außerhalb aller Spalten und unterhalb absenkender Teile. Eine Hand darf nicht zum Ertasten einer verdeckten Verriegelung in den Mechanismus eingeführt werden.
Verriegelungen werden vollständig gelöst, bevor Kraft auf den Rahmen ausgeübt wird. Das Bauteil wird langsam und kontrolliert bewegt. Es darf nicht fallen gelassen, ruckartig gezogen oder durch das Körpergewicht beschleunigt werden. Feder- oder gasdruckunterstützte Teile können nach dem Lösen selbstständig weiterlaufen; sie müssen bis zur sicheren Endposition geführt werden.
Stützbeine und Auflagepunkte müssen vollständig ausgeklappt und fest auf dem Boden stehen. Erst wenn alle vorgesehenen Verriegelungen sichtbar oder fühlbar eingerastet sind und der Rahmen nicht zurückfedert, darf die Fläche belastet werden. Ein halb geöffneter Zustand ist keine Nutzungsposition.
6. Richtiges Schließen
Vor dem Schließen wird die Fläche vollständig entlastet. Niemand darf darauf sitzen, liegen oder sich abstützen. Gegenstände unter dem Möbel und in Staubereichen sind zu entfernen, soweit sie in den Bewegungsweg hineinragen können.
Die Entriegelung wird nur in der vorgesehenen Reihenfolge betätigt. Eine Person hält das bewegliche Bauteil kontrolliert, während die Verriegelung gelöst wird. Hände bleiben an den gekennzeichneten Griffzonen und wechseln nicht während der Bewegung in Richtung eines Gelenks.
Der Rahmen wird ohne Schwung geschlossen. Widerstand ist ein Signal zum Stoppen, nicht zum stärkeren Drücken. Ursache können ein blockierter Beschlag, verschobenes Textil, ein nicht eingeklappter Stützfuß oder eine falsche Bewegungsreihenfolge sein. Erst nach vollständiger Beseitigung der Ursache darf der Vorgang neu begonnen werden.
In geschlossener Stellung muss die Transportsicherung oder Haltevorrichtung vollständig greifen. Ein aufrecht gelagertes Klappmöbel ist gegen Umkippen zu sichern, sofern diese Position vorgesehen ist. Es darf nicht an einer Wand angelehnt werden, wenn die Konstruktion dafür keine stabile Abstellposition besitzt.
7. Kinder, hilfsbedürftige Personen und Haustiere
Ein Faltmechanismus ist kein Spielgerät. Kinder dürfen ihn weder bedienen noch sich daran hochziehen, darunter kriechen oder auf einem beweglichen Teil sitzen. Fernbedienungen, Entriegelungshebel und Sicherungsstifte sind außerhalb ihrer Reichweite zu halten.
Personen, die Bewegungsrichtung, Kraftaufbau oder Verriegelung nicht sicher einschätzen können, benötigen Unterstützung durch eine geeignete erwachsene Person. Haustiere sind vor der Bedienung aus dem Raum oder in einen sicher abgegrenzten Bereich zu bringen. Eine kurze Sichtprüfung reicht nicht aus, wenn Bereiche unter dem Möbel verdeckt sind.
8. Matratze, Auflage und Belastung
Es darf nur eine für Rahmen, Mechanismus und Bewegungsweg geeignete Matratze oder Auflage verwendet werden. Übermaß, zu hohe Steifigkeit, verschobene Bezüge oder überstehende Textilien können Verriegelungen blockieren oder unvorhersehbare Rückstellkräfte erzeugen.
Die angegebene Belastbarkeit gilt für die vollständig geöffnete und verriegelte Nutzungsstellung. Sie darf nicht durch Springen, punktuelle Stoßbelastung oder gleichzeitige Bewegung des Mechanismus beansprucht werden. Ein beweglicher Rahmen darf nicht als Hebe-, Transport- oder Trainingsgerät verwendet werden.
9. Wartung und regelmäßige Kontrolle
In regelmäßigen Abständen sowie nach jedem Transport werden Schraubverbindungen, Bolzen, Sicherungen, Scharniere, Stützen und Kontaktflächen kontrolliert. Gelöste Verbindungen werden nur mit passendem Werkzeug und entsprechend der vorgesehenen Befestigung nachgezogen.
Schmiermittel dürfen nur verwendet werden, wenn Art und Stelle eindeutig freigegeben sind. Ungeeignete Öle können Kunststoffteile, Textilien oder rutschhemmende Flächen beeinträchtigen und Schmutz in Gelenken binden. Sicherheitsbauteile dürfen nicht entfernt, abgeschliffen, aufgebohrt oder durch andere Teile ersetzt werden.
Korrosion, Metallabrieb, Risse, bleibende Verformung, lockere Nieten, beschädigte Federn, austretende Flüssigkeit an einem Dämpfer, unvollständiges Einrasten oder ein veränderter Kraftbedarf erfordern die sofortige Außerbetriebnahme. Eine Prüfung erfolgt vor weiterer Nutzung.
10. Verhalten bei Blockierung oder Einklemmung
Bei einer Blockierung wird jede Bewegung sofort gestoppt. Der Mechanismus darf nicht mit zusätzlicher Kraft, Werkzeugverlängerung oder durch eine zweite gegenläufig arbeitende Person gelöst werden. Ein schweres Bauteil ist gegen Absinken zu sichern, ohne Hände in den Spalt zu bringen.
Ist eine Person eingeklemmt, darf der Mechanismus nur bewegt werden, wenn die Entlastungsrichtung eindeutig ist und keine zusätzliche Verletzung verursacht. Bei starken Schmerzen, Blutung, Taubheit, deutlicher Schwellung oder eingeschränkter Beweglichkeit ist unverzüglich medizinische Hilfe anzufordern. Der beschädigte Mechanismus bleibt anschließend unbenutzt und wird dokumentiert.
11. Meldung und Verantwortungsabgrenzung
Kelvexian ist verantwortlich für eine bei Übergabe vertragsgemäße Ware, vollständige sicherheitsrelevante Bauteile, verständliche Hinweise und die Prüfung gemeldeter Sicherheitsabweichungen. Nutzer sind verantwortlich für korrekten Aufbau, Freihalten des Bewegungsbereichs, Bedienung an vorgesehenen Griffstellen, Einhaltung der Belastbarkeit und das Stoppen bei erkennbarer Störung.
Eine vorsichtige, bestimmungsgemäße Bedienung ersetzt nicht die Verantwortung für einen Material-, Konstruktions-, Herstellungs- oder Liefermangel. Ebenso beweist ein eingetretener Schaden nicht automatisch eine unsachgemäße Nutzung. Die Ursache wird anhand von Zustand, Aufbau, Dokumentation und Bewegungsablauf geprüft.
Sicherheitsrelevante Auffälligkeiten sind mit Bestellnummer, Beschreibung, Fotos und – nur wenn gefahrlos möglich – einem kurzen Video zu melden. Das Produkt darf für Aufnahmen nicht erneut in eine gefährliche Bewegung versetzt werden. Eine Rückgabe ohne Angabe von Gründen kann innerhalb von 30 Tagen ab dem maßgeblichen Warenerhalt erklärt werden; berechtigte Sicherheits- und Mängelmeldungen bleiben davon unabhängig.
12. Kontakt
Kelvexian
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Anschrift: 8626 SW Hoch Rd, Auburn, KS 66402, USA
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